Über mich...
Reiten im Damensattel - eine Reitweise, geprägt von Eleganz, Harmonie zwischen Reiterin und Pferd und femininer Leichtigkeit. Seit nahezu 40 Jahren beschäftigt mich dieses Thema und besonders geprägt hat mich die Blütezeit dieses Sports, die in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, herausragende Reiterinnen hervorgebracht hat. Was früher für reitende Damen der Oberschicht, die einzige Möglichkeit war einen „Sport“ in der Öffentlichkeit auszuüben, ist heute eine, für den Betrachter, charmante Bereicherung der täglichen Arbeit mit dem Partner Pferd. Die Bereitschaft sich auf eine „altmodische“, also eher „Reitkunst“-orientierte Reitweise einzulassen ist für die Reiterin jedoch eine grundsätzliche Entscheidung. Eine Entscheidung, die bedeutet sich auf feine Hilfengebung zu verlassen. „Kraftreiten“ funktioniert im Damensattel nämlich nicht. Dieses Reiten auf der Basis gegenseitigen Vertrauens bringt als Nebeneffekt das Kräftegleichgewicht mit dem Partner Pferd auf eine oft überraschende, neue Ebene. Das gegenseitige Vertrauen ist es auch, was Pferden Selbstbewusstsein gibt und was dem Gesamtbild von Dame und Pferd seinen Glanz und seine Faszination verleiht. Der Bonus der Reiterin für diese Mühe ist sicherlich große Bewunderung beim Publikum. Und wer darauf keinen Wert legt: Reiten im Damensattel ist eine unbestechliche Sitz- Balance- und „Fühl“-Schule. Jeder Fehler, den man im normalen Reiten macht, wird hier verstärkt. Der Lerneffekt für die „normale“, tägliche Arbeit in enorm. Und die Tatsache, dass das Pferd hier „zum Lehrer wird“, wirkt sich positiv auf das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Reiterin und Pferd aus. Das Reiten im Damensattel hat in Deutschland eine gebrochene Tradition. Der zweite Weltkrieg hat diese Variante des Reitens verschwinden lassen. Es gab allerdings immer einzelne Damen, die es weiterhin praktiziert haben. Wirklich qualifizierte Ausbilder und Sattler waren aber verschwunden. In England, wo das Reiten im Damensattel immer populärer, im wahrsten Sinne des Wortes, war, hat sich viel Fachwissen erhalten und heutzutage werden wieder gezielt Ausbilder und Sattler ausgebildet, die über ein exzellentes und zeitgemäßes, also modernes Knowhow verfügen. Ich hatte das Glück, dass mein reiterlicher Werdegang im Damensattel von einer der großen Persönlichkeiten in der englische Damensattelszene geprägt worden ist: Roger Philpot, Chairman der „Side Saddle Association“ von 1988 – 1996 und Vice Chairman von 1996 - 2006, der mittlerweile seit fast 12 Jahren auch Lehrgänge in Deutschland abhält. Seit 1988 reite ich selber aktiv im Damensattel. 2006 habe ich die Aufgabe der Repräsentantin und Kontaktperson der britischen "SIDE SADDLE ASSOCIATION" in Deutschland übernehmen dürfen. Ebenfalls seit 2006 war ich neben Dr. Bettina Grahner als Regionalbeauftragte Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hannover des "REITEN IM DAMENSATTEL E.V." (RID) tätig. Seit dem 28.Februar 2009 bin ich erste Vorsitzende des RID. Als Mitglied der SIDE SADDLE ASSOCIATION (SSA), des REITEN IM DAMENSATTEL E.V. (RID), der "AMAZONES DE FRANCE" und der NEDERLANDSE VERENIGING "HET DAMESZADEL" reite ich selber Damensattelturniere im In- und Ausland und habe eine Damensattel-Ausbilderprüfung der SSA abgelegt. Im Rahmen meiner Tätigkeit für den RID organisiere ich Turnierprüfungen und Lehrgänge in Deutschland. Mein persönliches Anliegen ist das Vermitteln der reiterlichen Kultur und der Tradition dieser Reitweise und die Unterstützung derjenigen, die sich ernsthaft und pferdegerecht auf diesen eleganten Sport einlassen.
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Bettina Keil "The Side
Saddle Association" |
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| Aktivitäten und Erfolge im Damensattel |
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